Jetzt geht’s ihnen an den Kragen, den “harbour hoggers”, wie man in Irland die Menschen nennt, die ihr Boot einfach in öffentlichen Häfen parken, um so die Kosten für einen Liegeplatz zu sparen. In Irland am Shannon und den Kanälen gilt die fünf-Tage-Regel, nach der man sein Boot fünf Tage lang am Stück an einem öffentlichen Anleger liegen lassen darf, am Erne in Nordirland sind es nur zwei Tage. Und diese Regeln sind wohlbekannt und unter anderem auch hier als .pdf zum Download verfügbar.
Lange Zeit ist fast nichts passiert, lediglich Aufkleber wurden auf die Scheiben der betreffenden Boote geklebt, vergleichbar mit den Klebern, die nach kürzester Zeit nicht angemeldete Autos zieren, die an deutschen Straßenrändern abgestellt werden. Doch damit ist nun Schluß am Shannon: wie ich heute erfahren habe, hat Waterways Ireland in den letzten Tagen insgesamt acht Boote aus dem Wasser genommen und sozusagen an die Kette gelegt bis der jeweilige Eigentümer sich meldet – und natürlich die Kosten für die Aktion bezahlt.
Während es sich bei den Harbour Hoggern früher meist um Boote handelte, die ihre beste Zeit schon lange hinter sich hatten, sieht man heute immer öfter auch neuere große und entsprechend teure Boote oder auch Speedboote, die da einfach so abgestellt werden. Auch so eine Auswirkung des dahinsiechenden Celtic Tiger, fürchte ich.
Auf jeden Fall wird es wohl demnächst für Besucherboote wieder mehr Platz geben an den bekannten, durch Dauerlieger blockierten Häfen wie Garrykennedy, Hodson Bay, Portrunny undsoweiterundsofort !


